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 Griechenland-Flagge

Kreta

Kreta

 

Kreta ist die größte griechische Insel und die fünftgrößte Insel im Mittelmeer (nach Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika). Die knapp 100 Kilometer vom griechischen Festland entfernte Insel im Süden der Ägäis erstreckt sich von West nach Ost in einer Länge von über 250 Kilometern. Die längste Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 60 Kilometer. Nach der letzten Volkszählung leben auf Kreta circa 623.000 Menschen, aber auch geschätzte mehrere Millionen Schafe und Ziegen.

 

Strand auf Kreta
Strand auf Kreta

 

Mit etwa 300 Sonnentagen pro Jahr ist Kreta eine der sonnenreichsten Destinationen Europas. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt mit 18 Grad rund 9 Grad höher als in Deutschland. Nicht allein deshalb gilt die Insel als eines der beliebtesten Reiseziele deutschsprachiger Touristen. Das gleichmäßige Mittelmeerklima umfasst trockene, heiße Sommer und milde, regenreiche Winter. Insbesondere an der Südküste Kretas werden hohe Temperaturen gemessen. Das Meer ist selbst im Oktober mit 23 Grad noch zum Baden geeignet. Weitere Informationen mit Tipps für den Kreta Urlaub gibt es auf www.Kreta-Reise.guru.

 

Kreta ist durch hohe Gebirge im Landesinneren durchzogen. Einige der höchsten Erhebungen liegen zwischen 2.000 und knapp 2.500 Metern. Durch diese Nord-Süd-Trennung ist auch, je nach Jahreszeit, ein deutlicher klimatischer Unterschied zu spüren. Die Südhälfte wird dann maßgeblich mehr vom afrikanischen Klima bestimmt, als der Norden. Die Lefka Ori („weiße Berge“) haben mit dem Pachnes 2.453 Meter Höhe vorzuweisen und sind auch im Frühjahr noch lange mit Schnee bedeckt. Das Ida-Massiv gilt mit seinem Psiloritis als höchste Erhebung der Insel, welcher 2.456 Meter misst. Der Dikti liegt im Lasithi-Gebirge und besitzt eine Höhe von 2.148 Metern. Die Bergketten des Lasithi-Gebirges umschließen die gleichnamige, fruchtbare Hochebene, welche als Größte der griechischen Insel Kreta gilt.

 

Die massiven Gebirgszüge werden auf Kreta von unzähligen, für die Insel charakteristischen, Schluchten durchzogen. Insbesondere die Region um Sfakia („Schluchten“), im Südwesten der südgriechischen Insel, hält eine Vielzahl sehenswerter Gebirgseinschnitte bereit. Bei Wanderern besonders beliebt ist die mehr als 13 kilometerlange Samaria-Schlucht. Aber auch die Imbros-Schlucht oder die Agia-Irini-Schlucht gehören zu den beliebten Ausflugzielen in weitgehend unberührter Natur. Darüber hinaus schätzen Urlauber und Reisende die Höhlenwelt der Insel. Kreta besitzt 3.500 dokumentierte Tropfsteinhöhlen, welche teils kilometertief hinabgehen und weitestgehend unerschlossen sind. Die als „Zeus-Höhle“ bekannte Höhle von Psychro gilt als besonderes Highlight. Der Mythologie nach wurde der Göttervater an diesem Ort geboren.

 

In der griechischen Mythologie ist die Insel Kreta wesentlicher Bestandteil. Minos, der Sohn von Zeus und Europa, war König von Kreta. Für das menschenfressende Ungeheuer Minotauros ließ er durch Daidalos ein Gefängnis in Form eines Labyrinthes errichten. Später sperrte Minos auch den Erbauer ein, welcher aus diesem flüchten konnte. Für seinen Sohn Ikaros und sich konstruierte er Flügel, um von der Insel zu fliegen. Während Daidalos entkam, stürzte Ikaros wegen Übermut ins Meer hinab. Im kretischen Ort Agia Galini steht heute ein Denkmal für die Beiden.

 

Agia Galini auf Kreta
Bucht von Agia Galini

 

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Kreta gehört der Palast von Knossos. An diesem antiken Ort lebten von rund 2.000 v. Chr. bis 1.370 v. Chr. die Minoer. Weitere heutige Sehenswürdigkeiten hinterließ die minoische Hochkultur mit dem Palast von Phaistos, dem Palast von Malia sowie den Palastanlagen bei Agia Triada, Gournia und Zakros. Die minoische Kultur überdauerte eine Zeit von 1.800 Jahren – etwa 2.700 v. Chr. bis etwa 900 v. Chr. Es handelt sich damit auch um die erste Hochkultur Europas. In der jüngeren Geschichte hat sich Kreta zu einem beliebten Mittelmeerreiseziel entwickelt. Während in den 1960er und 1970er Jahren vor allem Rucksacktouristen das Eiland mit seinen Orten wie Matala erkundeten, werden auf der Insel heute für alle Zielgruppen passende Unterkünfte und Hotels angeboten. Viele Reisende schätzen vor allem das Klima, das Essen und die Gastfreundschaft der Griechen bei ihrem Urlaub auf Kreta. Speziell die Strände der Insel locken jährlich unzählige Touristen aus aller Welt an.

 

Matala auf den Wohnhöhlen
Matala aus den Wohnhöhlen fotografiert

 

Die Nordküste von Kreta ist seit vielen Jahren stark vom Tourismus geprägt. Insbesondere der zentrale Norden weist die am stärksten frequentierten Urlaubsziele auf. Die Städte und Dörfer Chersonissos, Malia sowie Stalida sind dabei namentlich als wichtigste massentouristische Anziehungspunkte zu nennen. Aber auch Agios Nikolaos sowie Elounda im Osten der Insel beherbergen jedes Jahr eine Vielzahl an Urlaubern in günstigen bis exklusiven Unterkünften und Resorts. Weiter Richtung Osten oder im Westen der Insel nimmt der Massentourismus ab. Ehemalige Fischerdörfer wie Georgioupolis – zwischen Chania und Rethymno gelegen – kommen (fast) ohne All-Inclusive-Anlagen aus.

 

Taverne am Strand von Giorgioupolis
Taverne am Strand von Giorgioupolis

 

Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum sowie die größte Stadt auf Kreta ist Iraklio (Heraklion), wo auch die meisten Pauschaltouristen ankommen. Hier und auf der Westseite der Insel in Chania gibt es die beiden internationalen Flughäfen Kretas. In Iraklio leben knapp 200.000 Einwohner, fast ein Drittel der Inselbevölkerung. Die Museen der Inselhauptstadt sind besonders sehenswert, denn die wichtigsten Artefakte werden hier aufbewahrt. Außerdem ist die Café- und Barszene in Iraklio einen Besuch wert. Einen weiteren Flughafen gibt es in Sitia, welcher nur via Inlandsflug erreichbar ist. Der neue Flughafen von Kastelli (nahe Iraklio) ist in Planung.

 

Die zweitgrößte Stadt von Kreta ist Chania. Bis 1971 war die rund 55.000 einwohnerstarke Hafenstadt Hauptstadt der Insel. Auch gilt sie als eine der schönsten größeren Orte Kretas. Das aus der venezianischen Zeit stammende Hafenviertel sorgt für das besondere Flair, leibliche Wohl und bietet gute Pensionen zu fairen Preisen an. Mehrere Museen haben sich hier angesiedelt, wie das Archäologische Museum von Chania, die byzantinische und nachbyzantinische Sammlung oder das Nautische Museum. Der alte Hafenbereich ist von der Hassan-Pascha-Moschee aus türkischer Besatzungszeit sowie dem historischen Leuchtturm an der Hafeneinfahrt geprägt.

 

Chania auf Kreta
Chania

 

Die Hafenstadt Rethymno ist wie Chania ebenfalls rund 55.000 einwohnerstark und kann eine ähnlich umfangreiche Geschichte erzählen. Die Einflüsse aus römischer und byzantinischer Besatzung sind noch heute erkennbar. Aus der osmanischen Zeit fallen vor allem die Holzerker an den Wohnungen in der Altstadt auf. Ähnlich wie in Chania bietet Rethymno ein Geschichts- und Volkskundemuseum, Archäologisches Museum sowie Meereskundemuseum an. Die venezianische Befestigungsanlage Fortezza überthront die Stadt vom Paleokastro-Hügel aus. Der rethymniotische Karneval am Sonntag vor Rosenmontag ist auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

 

An der Westküste von Kreta liegen die beliebten Strände Elafonisi und Falasarna. Im Nordwesten der Insel ist in einer Bucht der Balos-Strand zu finden. Diese karibisch-anmutenden Lagunen lassen das Eiland zu einem Naturschauplatz besonderer Art und Weise werden, wie es in Europa und dem Mittelmeerraum nur selten anzufinden ist. An der Ostküste befindet sich der Strand von Vai, welcher als größter natürlicher Palmenhain Europas gilt. Einen weiteren Palmenstrand gibt es an der Südküste mit Preveli. Die Nordküste Kretas ist in der Regel flach ins Meer abfallend und häufig mit kilometerlangen fein- bis grobsandigen Stränden ausgestattet. Kreta ist eine Welt für sich.

 

Palmenstrand von Preveli auf Kreta
Palmenstrand von Preveli

 

Wer ursprüngliche Bergdörfer sehen möchte ist beispielsweise in Ano Viannos gut aufgehoben. Das Dorf hat eine prächtige Steilhanglage. Auch interessant ist Mochlos, Loutro, Argiropoli und viele weitere. Kalives ist an der Küste gelegen aber bietet ebenfalls ursprüngliches Flair – kombiniert mit moderner Urlaubsidylle. Eine restaurierte Mühle hinter dem Kafenio am Dorfplatz sorgte jahrzehntelang mit Wasserkraft für Strom. Die venezianische Festung Apricorno ist unweit landeinwärts entfernt.

 

Die beste Reisezeit für Kreta ist davon abhängig, welche Vorliebe für Klima und etwaige Unternehmungen besteht. Sonnenanbeter sind im Juli und August auf der griechischen Insel gut aufgehoben. In diesen beiden Monaten bereisen jedoch auch die meisten anderen Touristen das Eiland. Sommerliche Temperaturen sind ebenso im Juni und September zu erwarten. Speziell für Wanderungen und Ausflüge bietet sich der Mai an, wenn die Temperaturen noch nicht so hoch sind und die Fauna in ihrer Blüte steht. Ein kombinierter Besichtigungs- und Badeurlaub ist im Herbst gut anzutreten. Das Meer ist im Oktober noch warm genug, um eine entspannte Zeit am Strand zu verbringen.

 

Neben den Naturschauplätzen der Insel sind auf Kreta auch besondere Speisen zu finden; typisch kretisch ist die Vorspeise Dakos aus Tomaten, Kräutern, Oliven und Feta auf Paximadi, einem mehrfach gebackenen Brot aus Gerstenmehl.